Mit Google for Jobs, SEO & YouTube die eigene Webseite in eine kostenlose Stellenanzeige verwandeln
Du suchst gute Mitarbeiter? Willkommen im Club. Der Arbeitsmarkt ist hart umkämpft in einer Zeit, wo der Fachkräftemangel wie eine Pandemie wütet. Jobportale kosten ein kleines Vermögen, und wenn du denkst, dass Social-Media-Recruiting, wie es viele Kleinbetriebe betreiben alleine ausreicht, dann wirst du bald feststellen: Planbare Bewerberströme sehen anders aus.
Aber es gibt eine Lösung. Eine, die ohne erkennbaren Grund fast nur große Firmen nutzen. Und das Beste daran? Es kostet dich nichts – außer ein wenig digitale handwerkliche Arbeit und smarte Umsetzung.
Die drei mächtigsten Hebel für kostenloses Recruiting, auf die gleich näher eingegangen wird, heißen:
- Google for Jobs – ein kostenloser Shortcut zu mehr Sichtbarkeit
- SEO für Stellenanzeigen – weil Google Bewerber besser kennt als du.
- YouTube-SEO für Recruiting-Videos – die unterschätzte Geheimwaffe für Reichweite.
Wenn du diese drei Bausteine richtig kombinierst, kannst du nicht nur mit den “großen Hunden pinkeln”, sondern ihnen sogar die besten Bewerber vor der Nase wegschnappen und dass ohne sich buchen zu müssen!
GASTBEITRAG
Klaus-Martin Meyer

Klaus-Martin Meyer ist seit 2004 im Onlinemarketing tätig für z.T. bekannte Onlineshops wie telefon.de, serviette.de, Tepgo.de & Hertie.de. Aktuell verantwortet er das Onlinemarketing bei der Firma Evergreen Energiesysteme GmbH. Aufgrund der Youtube-Aktivitäten seines Sohnes liegen zudem 13 Jahre Erfahrung im Youtube-Seo vor.
Der Autor würde sich über Feedback mit Erfolgs- (oder auch Misserfolgs-) Geschichten freuen.
1. Google for Jobs – Kostenlos an die Spitze der Job-Suche
Gib mal “Bauleiter Job Berlin” oder “Marketing Manager Homeoffice” in Google ein. Über den normalen Google-Treffern prangt in auffälligem Blau eine Box mit Stellenangeboten. Das ist Google for Jobs. Und hier willst du rein – denn hier suchen Bewerber zuerst.

Wie funktioniert Google for Jobs?
Google zieht sich Jobangebote von großen Plattformen wie StepStone oder Indeed aber auch direkt von Unternehmenswebsites – sofern diese die richtigen strukturierten Daten enthalten. Genau genommen sind die Webseiten von Indeed, StepStone & Co. für Google auch nur normale Webseiten, die die erforderlichen rich snippets (wie Google die strukturierten Datenschnipsel auch nennt) eingebaut haben. Kleine Unternehmen sollte diese Strategien abkupfern. Denn im Recruitment-Markt heißt die Devise, von den Indeed & Co. lernen, heißt siegen lernen im „war for talent“.
Klingt kompliziert? Ist es nicht.
Deine To-Do-Liste:
- Rich Snippets einbauen: Das sind spezielle HTML-Markups, die Google signalisieren, dass es sich um eine Stellenanzeige handelt. Ohne diese “Lesebrille” erkennt Google deine Anzeige nicht als Job.
- Jobtitel optimieren: Sei präzise! “Projektleiter IT München” performt besser als “Erfahrener IT-Spezialist (m/w/d)”. Verwende exakt die Begriffe, nach denen Bewerber suchen. Gebe die mutmaßlichen Suchworte einmal bei Google ein und lass Dich von der Suchvorschau inspirieren.
- Ort oder “Homeoffice” einfügen: Google for Jobs bevorzugt Anzeigen mit klar definiertem Standort. Bewerber suchen oft mit “Jobtitel + Stadt” – nutze das für dich!
- Aktualität sicherstellen: Google priorisiert frische Anzeigen. Falls du nicht täglich neue Jobs postest, hilft ein einfaches “Update” 😉 des Veröffentlichungsdatums.

So setzt du Google for Jobs technisch um:
Falls du kein Entwickler bist oder keinen in der Firma hast: Keine Panik! WordPress-Nutzer können einfach Plugins wie diese installieren:
- “Schema & Structured Data for WP & AMP” – Automatische Generierung der benötigten strukturierten Daten.
- “WP Job Manager” – Perfekt für Karriereseiten, um Jobangebote als Rich Snippets auszuzeichnen.
Diese Plugins übernehmen die technische Implementierung für dich – du musst nur die richtigen Felder ausfüllen. Und wenn du eine eigene Unternehmenswebsite hast? Dann lass den Webmaster ran, es dauert keine 30 Minuten. Google bietet Ressourcen mit den Erläuterungen, wie die strukturierten Daten eingebaut werden müssen. Über dieses Google-Tool lässt sich testen, ob alles korrekt eingebunden wurde.
Der Autor hat nach dem Start mit Google for Jobs einmal eine sehr ungewöhnliche Story erlebt. Der Geschäftsführer kam und bat um Ausbau der Rich Snippets. Die vielen Bewerbungen konnten nicht abgearbeitet werden! Da weiß auch ein erfahrener Onlinemarketer nicht, ob er lachen oder weinen soll.
Und was passiert, wenn du Google for Jobs ignorierst? Dann bewirbst du dich indirekt darum, unsichtbar zu bleiben. Und das will schließlich niemand.
2. SEO für Stellenanzeigen: Warum Karriereseiten dein bestes Recruiting-Tool sind
Die Stellenangebote auf der eigenen Webseite, sind deshalb das wichtigste Recruitment-Tool, weil sie, wie oben beschrieben, das Vehikel für Google for Jobs sind. Aber die Seiten haben auch eine eigene, zusätzliche Seo-Funktion. Google ist der erste Ort, an dem Bewerber nach Jobs suchen. Und wenn du denkst, dass das nur über Google for Jobs passiert, hast du eine Lücke in deiner Strategie. Deshalb sollten die Seiten auch für die generische Google-Suche „aufgehübscht“ werden, so wie Braut und Bräutigam für eine Hochzeit.
Wie optimierst du deine Karriereseite für Google?
1. Title-Tag & H1 richtig setzen:
- Der Jobtitel muss im Title-Tag & in der H1-Überschrift stehen, beides gewichtet Google sehr stark.
- Füge immer den Ort oder „Homeoffice“ bzw. „remote“ hinzu.
- Beispiel: “Vertriebsmitarbeiter (m/w/d) München | Karriere bei [Unternehmen]
2. Keyword-Optimierung:
- Finde heraus, wonach Bewerber wirklich suchen: “Bauingenieur Hannover”, “Verkäufer Vollzeit Stuttgart”, “SEO-Manager Remote”.
- Vergiss Blabla-Titel wie “Kreativer Rockstar gesucht” – Google ignoriert das.
3. Rich Snippets für bessere Sichtbarkeit nutzen:
- Ergänze strukturierte Daten für Zusatzinfos wie Gehaltsspannen, Benefits & Arbeitgeberbewertungen.
- Vorteil: Deine Stellenanzeige fällt in den Suchergebnissen stärker auf und bekommt mehr Klicks.
4. Evergreen-Content für Bewerber schreiben:
- “Karriere als [Jobtitel] in [Stadt]: So steigst du ein”.
- “Wie bewerbe ich mich bei [Unternehmen]?”.
- Solche Inhalte bringen langfristig Bewerber über Google – ohne dass du ständig neue Anzeigen schalten musst. Das ist besonders dann relevant, wenn Du einen laufenden Bedarf hast, weil Du stark wächst oder in einer Branche aktiv bist, wo die Fluktuation hoch ist.
Kurz gesagt: Wenn du SEO ignorierst, gibst du freiwillig Geld für Jobanzeigen aus.
3. YouTube-SEO für Recruiting-Videos: Das unterschätzte Reichweiten-Gold
Viele Unternehmen machen einen dicken Fehler: Sie produzieren Videos für Social Media, aber nutzen sie nicht für YouTube. Dabei ist YouTube die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Youtube Videos können auch bei Google ranken, aber auch das Suchvolumen auf Youtube selber, sollte nicht unterschätzt werden.
So nutzt du YouTube für kostenlose Bewerbergewinnung:
1. Videotitel & Beschreibung optimieren, um Rankings auf Google und Youtube zu sichern
- “Arbeiten als [Jobtitel] bei [Unternehmen] – Dein neuer Traumjob!”
- “Karriere in [Branche]: So sieht dein neuer Job aus”
- Dein Jobtitel & Standort müssen im Titel & in der Beschreibung auftauchen!
2. Bewerber mit echtem Content überzeugen
- Zeig den echten Arbeitsalltag, nicht nur Hochglanzbilder.
- Interviews mit Mitarbeitern funktionieren besser als Werbeclips.
3. YouTube Shorts für maximale Reichweite nutzen
- Kurze 30-Sekunden-Clips für YouTube Shorts performen oft besser als lange Videos, die aber langfristig wirken.
- Optimale Kombi: Ein langes YouTube-Video + mehrere Shorts daraus schneiden. Hat man mehrere Shorts, kann man diese auch für den gleichen Job auf verschiedene Suchanfragen hin optimieren. So kann man einmal nach einem „SHK Meister“ und beim zweiten Short-Video „Heizungsbau Meister“ schreiben, um auf verschiedene Suchanfragen zu reagieren. Die Shorts können bedenkenlos als Reels und TikToks zweitverwertet werden, sofern sie eigens für Youtube erstellt wurden. Die Reichweiten sind zum Teil erstaunlich bei den Shortformaten.
Und auch hier gibt es tolle Nebeneffekte. Wenn Du in Recruitment-Videos Deine Firma gut vorstellst, wird sich die HR-Abteilung über passendere Bewerbungen und besser vorbereitete Bewerber freuen. Bei den Logvideos kann es zum Start nicht schaden, sofern man diese z.B. über die Firmenwebseite auf LinkedIn oder Facebook teilt. Das Teilen des Links in Firmen-WhatsApp-Gruppen ist ebenfalls dienlich, damit die Videos vielen statistischen Zwillingen vorgeschlagen werden.

Fazit: Recruiting ohne Budget ist möglich – wenn du es smart angehst
Google for Jobs, SEO für Stellenanzeigen und YouTube-SEO sind keine Raketenwissenschaft. Aber sie funktionieren nur, wenn du sie richtig umsetzt. Wichtig ist, dass man sich nicht durch die kleinen technischen Hürden der Rich Snippets abschrecken lässt.
Das Beste an den aufgezeigten Wegen: Du bezahlst keinen Cent für Klicks, sondern baust dir ein nachhaltiges Bewerber-System auf. Besonders wenn Du alle drei Methoden wie einen Gitarren-Accord zusammenklingen lässt. Dann bekommt das Recruiting eine Rockstar-Attitüde. Erzähle es aber lieber nicht beim Bierchen, sonst wollen Deine Unternehmerfreunde, dass Du eine Agentur gründest.
Also: Mach jetzt den ersten Schritt! Deine Konkurrenz schläft nicht – also nutze diese kostenlose Strategie, bevor es alle tun oder du wieder überlegst, ob Du 1000 Euro für eine Stellenanzeige bei einer Jobplattform zahlen solltest.
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